Alles über Rotholz
Philosophie & Geschichte
Immer in Bewegung, gegen den Stillstand: Rotholz hat keine starren Leitlinien. Das Label ist flexibel, undogmatisch und ehrlich zu sich und seinen Kunden.
Am Anfang steht die Affinität von Labelgründer und Grafikdesigner Moritz Baur zur Kunst. Schon als Jungspund interessiert er sich für die Form der Dinge und beginnt kreativ zu arbeiten. Sketchbook und Zeichenstift folgen ihm überall hin. Ende der 90er Jahre dreht sich bei ihm alles um Collagen, Graffiti und Streetart. Diese Einflüsse lassen sich noch immer deutlich in den Kollektionen erkennen.
2005 nimmt er sich ein Jahr Zeit und geht nach Cincinnati, USA. Dort trifft er inspirierende Menschen – und auf eine Nähmaschine. Im Keller seiner Gastfamilie entstehen die ersten Klamotten und schnell gibt es auch einen für die amerikanischen Freunde unaussprechlichen Labelnamen: Rotholz wird geboren.
Stofffetzen und Bügelpapier werden auf Shirts und Sweatshirts gebracht, verkauft wird aus dem Kofferraum eines VW-Busses auf dem College Campus und in Skateparks.
Zurück in Deutschland im Jahr 2006 ist klar, dass es das noch nicht gewesen sein soll. Mit der Zeit wachsen Ideen und Können. Rotholz findet den Weg in ausgesuchte Klamottenläden und mausert sich vom Kellerprojekt zu einem Modelabel, das Ende 2010 offiziell gegründet wird. Hier wird keine Massenware produziert, die man an jeder Straßenecke sieht. Innerhalb der Kollektionen sind Entwicklungen sichtbar, neue Ideen werden dauernd ausprobiert. Und auch wenn gelegentlich Kleinserien produziert werden, sind die meisten Rotholz-Produkte Unikate.
Produktion
Das Rotholz-Sortiment besteht aus drei Elementen.
Die Handprinted Series sind handbedruckte Kleinserien mit ständig wechselnden Motiven. Diese Teile werden mit diversen Druckplatten bedruckt. Somit bekommt jedes Kleidungsstück seinen eigenen, individuellen touch.
In den Batch Series kommen Sieb- und Ätzdruck zum Einsatz. Höchstauflage sind 200 Stück – was weg ist, ist weg!
Freaky-Designs bestimmen hier den Kollektions-Charakter. Es anders machen als andere und sich wegbewegen vom poppigen Mainstream ist die Prämisse.
Etwas ganz besonderes sind die Ultra Unique Series, die nur im Webshop und in ausgewählten Stores verkauft werden. Jedes Teil gibt es so nur einmal – echte Unikate. Diese Stücke sind jeweils nur in einer Größe und Farbe zu haben.
Die Stücke, aus den Kollektionen, werden ihren roughen Streetart-Charakter nicht los. Sie werden von Hand beabeitet, mit individuellen Druckplatten bedruckt, bestickt und bis ins letzte Detail verfeinert.
Kunst auf Kleidung braucht die gleiche akribische Vorbereitung und Ausführung wie jeder andere künstlerische Schaffensprozess. Das Ergebnis: Man will die Rotholz-Klamotten anfassen, beim Tragen ihre eigene Haptik spüren und die Sterilität anderer Labels vergessen.